Am Samstag ging es in Richtung Oderhaff. Das Wetter was angesagt wurde war zwar nicht das Beste, es sollte mal mehrmals ganz leicht mal regnen können, ansonsten nur bewölkt sein. Da ich mich am vorherigen Wochenende schon einmal auf eine fehlerhafte Ansage verlassen habe, bei der das Wetter aber sehr gut war, war ich halt etwas spontaner und hoffte auf eine ebensolche Falschinformation. Die Auskunft war wie angenommen fehlerhaft, das Wetter im Gegensatz zu meinem Optimismus aber völlig schlechter. In Torgelow angekommen war es noch alles in Ordnung. Die Sonne schien und ich besuchte zunächst einmal die kleine Innenstadt, bis ich mich zum Castrum Torgelowe begab, in welchem sie das Mittelalter des 14. Jahrhunderts mit Gebäuden und Menschen nachspielten. Es war kurz nach der Öffnung noch nicht viel los, so dass ich mich auf den Weg zum Ukranenland machte. Der Wanderweg, welcher in der Karte der Stadtinformation verzeichnet war und an der Ücker entlang verläuft, war nur ein Trampelpfad welcher ziemlich zugewachsen war. Das Gras war zudem recht feucht und ich bekam meine ersten nassen Füße für den Tag. Langsam zogen auch schon dunkle Wolken auf und bewiesen mir dass mein Optimismus fehl am Platze war. Als ich im Ukranenland angekommen war, gab es schon ein paar Probleme mit dem Licht der Sonne, welche sich ständig hinter den Wolken versteckte. Es war hier zwar mehr los, doch das Donnern in der Entfernung ließ mich aufbrechen und mich zum Bahnhof begeben.
Auf dieser Strecke nahm ich dann den zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeweihten neuen Rad- Und Wanderweg von Torgelow, die Feuchtwiese wollte ich mir nicht noch einmal antun. Leider war ich zu spät los, denn ab dem Neuen Marktplatz von Torgelow fing der Platzregen an, welcher nicht aufhören wollte. Der Bahnhof der Stadt ist eine Zumutung bei solchem Wetter. Ein Wartehäuschen was kaputt ist war alles was offiziell den Fahrgästen zu Verfügung stand. Ich fand dann doch etwas Schutz unter einem Dach. Da ich schon mal in der Gegend war beschloss ich nach Übermünde weiterzufahren um dort in das Museum zu gehen, welches sich im Schloss befindet. Wenigstens hörte jetzt der Regen auf und ich konnte erst einmal die Stadt besichtigen. Leider war der Himmel grau und die Aufnahmen entsprechend. Da das Museum am Samstag erst ab 13.00 Uhr geöffnet hatte, ging ich im Marktkrug essen, wo ich mir in einer rustikalen Umgebung eine Fischplatte gönnte.
Das Museum ist recht überschaubar, aber nichts für fußlahme Leute oder Leute mit Höhenangst wie ich. Es ist im Turm des Schlosses von Ückermünde untergebracht und die letzte Abteilung war nur über eine offene freitragende Holztreppe zu erreichen, welche sich mitten im Raum befindet. Also war ich dann hier recht schnell fertig mit meiner Besichtigung. Nach einer weiteren Stadterkundung in Richtung der historischen Holzbrücke und einem Fischbrötchen bei Rosis Fischoase, einen Imbiss mit diesem merkwürdigen Namen gibt es in Ückermünde wirklich, ging es Richtung Heimat. Den Anschluss schaffte ich nur aufgrund einer Verspätung dieses Zuges, ansonsten ist sind die Verbindungen von Ückermünde am Bahnhof von Jatznick eine Zumutung für die Bahnkunden.
Seit diesem Wochenende gibt es eine Sonderausstellung in der Gemäldegalerie des
Wenn ich sage dass ich wieder einmal auf die Insel Rügen fahre, dann fragen einige bestimmte Leute, ob ich davon noch nicht genug habe. Dreieinhalb Monate Aufenthalt auf Rügen sind zwar an sich schön, wenn man das nicht unbedingt im Winter machen muss. Dieses Mal war Sassnitz dran. Beim letzten Besuch war es ja nur eine Zwischenstation, da ich weiter zum Nationalpark Jasmund bin, wo man die berühmten
Für gewöhnlich plane ich meine Ausflüge bis ins Detail. Fahrpläne, Stadtpläne und eine To-Do-Liste sind das Mindeste in Informationsmaterial, welches nach einer solchen Planung Platz in meinem Rucksack findet. Es ist fast immer so als ob ich einen Feldzug planen würde, was einige Leute immer frech kommentierten. Also dachte ich mir, dass ich auch mal ganz spontan sein und mich auf ein Abenteuer einlassen sollte. OK, einen Stadtplan von Graal-Müritz habe ich mir ausgedruckt, das war es dann aber auch schon.
Als ich das letzte Mal in der kleinen mecklenburgischen Stadt Dargun weilte, war der alljährliche Mittelaltermarkt angesagt. Da man von meiner Heimatstadt Greifswald aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für diese relativ kurze Entfernung nur etwas über sechzehn Stunden benötigt, eine geradezu lächerlich kurze Zeit, denn zu Fuß wäre man schneller dort, nahm ich gerne die Einladung an, welche mir Andreas bei wöchentlichem Stammtisch im Weinhaus machte. Er musste geschäftlich dahin und da bot es sich an, diese Fahrt auch mit etwas an Freizeitaktivitäten zu verbinden. Volksfeste sind auch mal eine schöne Abwechslung und einige dieser Mittelaltermärkte sind nicht so stark von Lauten überlaufen, wie beispielsweise das Fischerfest in Greifswald, die Wallensteintage in Stralsund oder die Hanse Sail in Rostock, so dass ein Besuch dieser meistens recht familiär anmutenden Feste recht angenehm und spaßig verlaufen kann.
Im nachhinein hätte ich mal die Tage tauschen und meine Museumstour auf den Samstag verlegen sollen. Aber hinterher ist man immer etwas schlauer und ändern kann man an der Geschichte eh nichts mehr. Als erstes war das Müritzeum dran. Wenn man schon in Waren an der Müritz ist, dann sollte man es auch besuchen. Ein Tipp am Rande ist das frühe Erscheinen. Ich war einer der ersten Gäste und konnte mir die Ausstellung über die Flora und Fauna in der Müritzregion wenigstens in einer entspannteren Atmosphäre anschauen, denn als ich mit meiner Tour durch das
… und regnete und regnete und … meine Vermieterin war ganz optimistisch und meinte spätestens gegen Mittag bricht der Himmel auf und die Sonne scheint. Für den Job als Wetterfrosch muss sie noch etwas üben, denn irgendwie wollte es nicht so wie ich es gern gehabt hätte. Für den Tag hatte ich eine Radtour geplant. Von Waren über Schloss Klink und die kleine Stadt Röbel nach Rechlin. Und dann eventuell mit dem Schiff zurück, falls ich keinen Bock mehr aufs radeln gehabt hätte. Es war leider nur ein Plan und Pläne sind da daß man sie ändert. Ich bin ja schließlich nicht B.A. vom A-Team, Egon Olsen passt da schon eher. Also schnell noch die Karten für die Fähre gekauft und ab ging die Fahrt in Richtung Röbel. Die Regentropfen schlugen stark auf der Wasseroberfläche auf und es wurden und wurden nicht weniger.
Es war ja schon etwas länger her dass ich in Waren an der Müritz weilte. Daher passte es mir gut in den Kram, dass ich einen Gutschein für mehrere Übernachtungen in der
Dass ich vor einiger Zeit ein paar Monate in
Ich habe es getan, zum allerersten Mal … Ich weiß ja nicht was man jetzt wieder gleich von mir denkt, aber ich schreibe gerade über einen Urlaubstag in Anklam. Ich sagte ja bei meinem wöchentlichen Stammtisch im Weinhaus am Markt, dass man nach Anklam eigentlich nur fahren kann, wenn dort strahlend blauer Himmel ist und die Sonne scheint. Und ich behielt mit meiner Aussage sogar recht. Als ich die von mir geschossenen Bilder einigen meiner Kolleginnen zeigte, waren diese ganz erstaunt, was man mit dem richtigen Licht und der richtigen Perspektive selbst, aus unserer südlichen Nachbarstadt, so an schönen Bildern herausholen kann. Bei den Durchfahrten mit dem Auto machte die Stadt an der Peene nie einen guten Eindruck auf mich, es war schon ein kleines Wunder dass ich mich auf dieses Experiment eingelassen habe.